April, April… Warum aus der Buchpremiere für „Die Handschrift des Teufels“ am 20.April 2018 nichts wurde

Gepostet am 10. März 2018 | Keine Kommentare

Inzwischen habe ich die ersten enttäuschten Anfragen von Lesern bekommen, die sich das Buch gestern kaufen wollten und im Buchladen zu hören bekamen, dass es nicht im Handel wäre und sich bisher auch keine Hinweise auf einen veränderten Erscheinungstermin finden ließen.

Das Wichtigste (und damit die gute Nachricht) zuerst: Das Buch wird definitiv erscheinen!

Die schlechte Nachricht: Leider werden wir uns noch bis zum nächsten Jahr gedulden müssen, bis wir es tatsächlich in der Hand haben…

Ich bin darüber auch ausgesprochen unglücklich!

Aber mein Verlag teilte mir vor Ostern mit, dass es aus dem Buchhandel für „Die Handschrift des Teufels“ nur halb so viele Vormerker (das sind die Bestellungen aus den großen Filialen von Hugenbubel, Thalia, …) gegeben hätte wie für mein erstes Buch. Weil sich „Die Fallstricke des Teufels“ aber gut verkauft hatten und es auch zahlreiche positive Bewertungen durch die Leser gab, konnten sie sich zunächst nicht erklären, woran das lag. Die Kritik des Buchhandels betraf jedoch das Cover: Es würde nicht nach einem „richtigen“ historischen Roman aussehen, sondern nach einem Fantasy – oder Jugendbuch.

 

Über Geschmack lässt sich bekanntlich streiten – Verkaufszahlen sind für Verlage aber knallharte Fakten…

Da sie nun bei DTV Befürchtungen haben, Band 2 meiner Trilogie würde sich nicht so gut verkaufen wie Band 1, haben sie das Buch erstmal zurückgezogen. (Für Band 3 hätten schlechte Verkaufszahlen für Band 2 später noch schlechtere Startbedingungen zur Folge.)

Inzwischen kam man bei DTV auf die Idee, die ganze Trilogie mit einem neuen Cover („opulente Gestaltung“…?) auszustatten und von vorn herein als Trilogie beim Buchhandel anzupreisen. Das dauert natürlich alles und würde heißen: Band 1 kommt in neuer Ausstattung wahrscheinlich in März 19, Band 2 im Herbst 19, Band 3 im Frühjahr 20…

 

Allen Lesern, die sehnsüchtig darauf gewartet haben zu erfahren wie es mit Sophias Geschichte weitergeht, ist es wahrscheinlich schnuppe, ob „Die Handschrift des Teufels“ in einer kleinen oder großen Auflage erscheint und mit welchem Cover – sie wollen ihr Buch haben, in dem sie endlich genüsslich schmökern können! Aber DTV ist halt ein großer Verlag, wo man sich mit Kleinkram nicht zufriedengibt.

 

Ich selbst war in den letzten Wochen völlig hin- und hergerissen… Vor allem war ich wahnsinnig enttäuscht – denn für eine Autorin (v.a. eine, die in dem Handwerk noch ganz frisch ist), gibt es überhaupt nichts Schöneres, als ein neues Buch erstmals in der Hand zu halten! Überdies hatte DTV den Erscheinungstermin für „Die Handschrift des Teufels“ im November vorgezogen, sodass ich über den Jahreswechsel ordentlich zu tun hatte, um alle ausstehenden Zuarbeiten pünktlich zu liefern. Selbstverständlich hatte ich inzwischen auch Termine für Lesungen aus meinem neusten Buch gemacht.

Da stehst du dann da wie Max in der Sonne und musst überall erklären, warum daraus erstmal nix wird… Das ist ein ziemlich besch… Gefühl, muss ich sagen!

 

Meine Hoffnung ist nun, dass die Leser, denen „Die Fallstricke des Teufels“ gut gefallen haben, mein Buch in den nächsten 1,5 Jahren nicht vergessen und „Die Handschrift des Teufels“ später trotzdem noch kaufen.

Am besten wäre es natürlich, wenn sie in der Zwischenzeit jedem erzählen – oder posten, dass man „Die Fallstricke“ unbedingt gelesen haben muss und in sämtlichen Plattformen positive Kritiken schreiben, damit der Buchhandel auch deshalb gar nicht mehr an meinem 2.Buch vorbeikommt!

(Außerdem könnte man ja in jeder Filiale der großen Buchhandelsketten ganz enttäuscht fragen, warum man „Die Handschrift des Teufels“ jetzt noch nicht kaufen kann…)

Fazit: Bücherschreiben ist nichts für Feiglinge, und ohne treue Leser geht es schon gar nicht!

 

Deshalb bedanke ich mich hier noch einmal ganz herzlich bei Doris Wieke und dem Vorstand des Fördervereins Schloss Hohenschönhausen!

 

 

 

 

Ursprünglich sollte am 20.4. im Schloss – Salon Premiere für „Die Handschrift des Teufels“ sein. Stattdessen durfte ich gestern dort eine Lesung aus „Die Fallstricke des Teufels“ halten, die mir unheimlich Spaß gemacht hat. Da hat einfach alles gepasst: Der laue Frühlingsabend – die netten Zuhörer – das wunderschöne Ambiente.

 

 

Ein Dankeschön auch an Fr. Lindner und Hrn. Freund von OrankeBuch – dem Buchladen meines Vertrauens!

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