Einmal München und zurück

Gepostet am 12. Juni 2016 | Keine Kommentare

Juni 2016

Seit ein paar Wochen weiß ich: Im Herbst 2017 wird mein erstes Buch bei dtv veröffentlicht. Der Zeitpunkt erscheint mir noch unglaublich fern, und ich frage mich, warum das so lange dauert. Bei großen Verlagen mahlen die Mühlen eben langsam, erfahre ich. Muss ich mich halt in Geduld fassen, was leider nicht zu meinen Stärken gehört.

Inzwischen tüftele ich schon mal am Plot für den 3.Teil der Trilogie. Planen ist nicht unbedingt eine meiner Stärke, und bei „Die Fallstricke des Teufels“ habe ich mehr oder weniger einfach vor mich hingeschrieben. Natürlich habe ich manche Szenen hinterher gleich wieder verworfen. Aber später habe ich sie manchmal wieder ausgekramt und an einer anderen Stelle oder sogar im 2.Teil wiederverwendet. Beim Schreiben des 2.Teils hatte ich schon ein bisschen mehr geplant, kam aber nach etwa zwei Dritteln einfach nicht mehr weiter und habe dann erstmal einen einzelnen Handlungsstrang hintereinander geschrieben, ohne Rücksicht auf den Rest der Geschichte. Damit hatte ich den Knoten irgendwie gelöst und kam später auch mit dem Rest gut voran. Mal schauen, wie sich meine detaillierte Planung für Teil 3 bewährt, oder ob ich wirklich durch und durch der Typ „Drauflosschreiber“ bin…

Unverhofft erhalte ich im Mai eine Einladung nach München, damit ich den Verlag und die Mitarbeiter/innen kennenlernen kann, die sich u.a. mit meinem Buchprojekt befassen. Fr. Hartmann, meine Projektleiterin, und Fr. Zeiniger, meine Lektorin, nehmen sich viel Zeit, führen mich herum und beantworten geduldig alle Fragen. An fast allen verantwortlichen Stellen sehe ich Frauen – fast wie in der Schule. Ich fühle mich gleich heimisch und erfahre, dass das Verlagsgeschäft an der Basis tatsächlich Frauendomäne ist.

Die erste gemeinsame Arbeit an meinem Text macht anschließend richtig Spaß! Sofort habe ich ein paar ergänzende Szenen im Kopf, die meine Geschichte um Sophia und das Buch noch mehr würzen und abrunden können.

Bei der Rückfahrt im Zug stellt sich – reichlich verspätet – doch noch das Hochgefühl ein, dass ich bei Abschluss des Vertrages irgendwie vermisst hatte.

In Dresden, ein paar Wochen später, fragt mein Agent Uwe Philipp wie es denn bei dtv so gewesen sei. Er klingt gespannt und ein wenig vorsichtig. Scheinbar ist es nicht immer so, dass Autoren nach dem ersten Gespräch mit ihrem Verlag so glücklich sind.

 

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